Design & Style
26. Juli 2008
Empire Riverside Hotel
Weiteres Design-Hotel in Hamburg: Das Empire Riverside beeindruckt vorallem durch das von David Chipperfield entworfene Interior-Design und die exponierte Lage am Hafen.

Ich hatte heute morgen kurz im Empire Riverside Hotel am Hafen zu tun. Ich war etwas überrascht - es scheint, als würde sich dieses Hotel nahtlos in die Reihe der bekannten Design-Hotels in Hamburg einreihen.
Über die bronzeverkleidete Aussenfassade des Hotels kann man vielleicht streiten. Die schlichte, unspektuläre Silhouette des 20-stöckigen Gebäudes zwischen Reeperbahn, Hafen und Speicherstadt ist nicht herausragend. Vielmehr finde ich vor allem das Konzept (von David Chipperfield) zum Interieur der öffentlichen Bereiche bemerkenswert anders. Inspiriert durch das Mythos der Oceanliner der 30er Jahre, entstand hier ein ein für Hamburg wirklich neuer, andersartiger Ansatz im Vergleich mit bekannten Hamburger Design-Hotels wie dem East, dem SIDE oder dem Gastwerk.
Die Website habe ich hier nicht verlinkt, weil das Webdesign - eigentlich ebenfalls ein “öffentlicher” Bereich des Hotels - leider in keinster Weise mit dem Anspruch mithalten kann.

Alle Bilder: Empire Riverside Hotel, Hamburg.
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Web 2.0

Foto: © photocase | pantitlan***
In den letzten Wochen ging es in diversen Medien mal wieder um Sinn und Zweck von Blogs. Nicht von bestimmten Blogs, sondern Sinn und Zweck von Blogs an-und-für-sich. Da ist von “Loser Generated Content” die Rede. Oder der “Army of Davids”. Oder Blogger werden als “Rosenverkäufer des WWW” bezeichnet, die “lieber Toilettenwände vollschmieren sollten”. Was hier jetzt wie unqualifizierte Bemerkungen klingt, war jedoch - zumindest teilweise - als ernsthafte Kritik zu verstehen. Ob auch begründete Kritik, mal dahingestellt.
Natürlich haben sich in Zeiten “Blogger” (Googles Blogging Software) und “Wordpress” sowie dem Medium Internet die Zeiten geändert. Natürlich schreibt jeder anders, der eine besser, der andere schlechter. Natürlich kennt jeder gute und schlechte Blogs. Aber all das ist subjektiv - es gibt für alles und jeden eine Zielgruppe. Wie groß die jeweilige Zielgruppe Leserschaft ist, mal dahingestellt (was im Übrigen auch für jeden Text auf der Rückseite einer Duschgel-Packung gilt).
Wenn man nun also lesen muss, dass Journalisten und Werbetexter sich gegen die Publikationsform “Blog” zur Wehr setzen, indem sie jegliche Blogs schlecht machen, die Qualität aller Blogs pauschal in Frage stellen, dann ist das grenzenlose Ingnoranz. Was gelesen wird, ist interessant. Punkt. Gerade die spontane Form der Publikation, die Momentaufnahme, macht Bloggen doch so interessant. Dass dabei nicht jeder Satz 100%-ig ausgefeilt ist, macht es nur noch authentischer. Dazu schreibt Andrew Sullivan in seinem Artikel “Why I blog“:
This form of instant and global self-publishing, made possible by technology widely available only for the past decade or so, allows for no retroactive editing (apart from fixing minor typos or small glitches) and removes from the act of writing any considered or lengthy review. It is the spontaneous expression of instant thought—impermanent beyond even the ephemera of daily journalism. It is accountable in immediate and unavoidable ways to readers and other bloggers, and linked via hypertext to continuously multiplying references and sources. Unlike any single piece of print journalism, its borders are extremely porous and its truth inherently transitory. The consequences of this for the act of writing are still sinking in.
Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist der sogenannte “offene Brief” von Martin Oetting (trnd), der damit auf einen Gastbeitrag im Blog “ConnectedMarketing” reagiert. In dem Gastbeitrag wird die kreative Ratlosigkeit der Agenturen sichtbar, wie mit dieser neuen Art von Content wohl umzugehen ist. Oder eben nicht. Interessant, dass für die scharfe Kritik auch das Medium “Blog” gewählt wurde…. Martin Oetting antwortet den ratlosen Werbern darauf u.a. wie folgt:
(…) Gegenüber all den Werbern, die das so sehen - die sich in den Kreativabteilungen der Agenturen das Maul zerreißen, über Loser-Blogs und schlechten Schreibstil auf Facebook oder Twitter, über wackelige Videos und pink leuchtende MySpace-Profile, die dort mangelnden Geschmack oder Stil (oder beides) belachen - würde ich mich gern kurz äußern. Denn einerseits habe ich das allergrößte Verständnis für Ihre wahrlich schwierige Lage: Sie haben Ihre Jobs gewählt, weil Sie sich dafür begeistern, knappe punktgenaue Texte und starke bedeutungsvolle Bilder zu entwerfen. Plakate. Anzeigen. Werbefilme. Die Werbebranche ist jahrzehntelang auf genau Ihren Menschenschlag angewiesen und vorbereitet gewesen, hat sogar einen eigenen Verein dafür gegründet. Da will ich nun gern einsehen, dass es schwer zu ertragen ist, wenn nach und nach, Schritt für Schritt, Blog für Blog, ganz andere und eher normalsterbliche Schreiber und Bildermacher immer mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen – mit Texten, die so gar nicht dem werblichen Verständnis von medialer Kreativität entsprechen. Mit Bildern, die sich für keine Pitch-Präsentation eignen. (…)
Den gesamten “Offenen Brief an manche Werbekreativen in Deutschland.” (mehr als lesenswert!) von Martin Oetting:
www.connectedmarketing.de/cm/2008/10/offener-brief-a.html
Wer darf wie bloggen?
Über Loser Generated Content, über die Army of Davids, über die Rosenverkäufer im WWW und über Blog-Qualität an-und-für-sich.
Design & Style

Designer-Mode, Tapas und Wein – zusammen in einem Geschäft, in einer “Mode- und Lifestylebistrothek”. Auch wenn ein Cross-over-Store keine ganz unbekannte Idee ist, lohnt es sich doch, einen genaueren Blick auf dieses dann doch einzigartige Ladenkonzept werfen.
Das Ladenkonzept ist getrieben von persönlichen Vorlieben - einer Grundlage, die häufig erfolgsversprechend ist: “Mode, Genuss und Design haben uns immer fasziniert”, erklären die beiden Inhaber Philipp Kaczmarek und Felix Nitzschke. Beide haben an der Akademie für Mode und Design studiert. Die beiden Gründer weiter:
Die Anonymität großer, vertikaler Ketten und den schnellen, uninspirierten Konsum empfinden wir als abstoßend.
Deswegen haben sie mit “Stoffsüchtig” in der Rothenbaumchaussee einen Laden erschaffen, an dem man exklusive Mode shoppen, aber auch gehobene Küche und eine erlesene Weinkarte genießen kann, die von einem renommierten Sommelier zusammengestellt wurde. Stoffsüchtig wurde am 18. Juli eröffnet.
Die Gastro-Boutique führt in erster Linie aufstrebende Jungdesigner. Der Fokus liegt auf Berliner und lokaler Mode sowie skandinavischen Labels unter anderem Esther Perbandt, Johnny Love, Franzius, f.rau, Hypnosis Berlin, Irina Rohpeter, Dikla Kedim, Party Adel und Sisi Mizi.
Stoffsüchtig
Rothenbaumchaussee 83
20148 Hamburg
www.stoffsuechtig.de (Website derzeitig noch nicht verfügbar)
Stoffsüchtig: Mode, Genuss und Design
Neuer Laden in Hamburg: Designer-Mode, Tapas und Wein. Bei Stoffsüchtig wurden diese Zutaten in einem gelungenen Cross-over-Konzept fusioniert.
Web 2.0
Website fytch.com
Mit dem neuen Web-Service “Fytch” des Hamburger Startups GATE 53|10 können Internetnutzer auf jeder beliebigen Website Kommentare lesen und schreiben. Ein Klick auf das spezielle Fytch-Bookmark während des Besuchs einer Webseite ist ausreichend, und jeder kann sofort Kommentare anderer User lesen oder selbst seine Meinung mitteilen - direkt auf der gerade besuchten Webseite, ohne die Seite zu verlassen. Das Besondere dabei: Dafür ist kein Download und keinerlei Installation notwendig, man benötigt lediglich ein Bookmark das unter http://fytch.com kostenlos verfügbar ist.
Fytch: Neues Startup aus Hamburg
Mit Fytch auf jeder beliebigen Webseite Kommentare lesen und schreiben: Hamburger Startup will den Internetnutzern freie Meinungsäußerung auf jeder Webseite ermöglichen.
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