Werbung & Medien
1. Oktober 2008
Grüne Ideen bei G + J
Der Ideen-Wettbewerb Grüne Wiese von Gruner + Jahr ist schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Tragfähige Ideen für kombinierte Online-/Print-Konzepte gibt’s nun mal nicht als billige Cash&Carry-Lösung.

Foto: @ photocase | view7
Gruner + Jahr hat seinem Ideen-Wettbewerb “Grüne Wiese” ausgerufen. Dort heisst es unter anderem:
Gibt es nicht auch ganz andere Wege, News aufzubereiten? Hinter welcher Online-Idee versammelt sich die Community von morgen? Auf welches Magazin hat Deutschland gewartet? Um große Fragen beantworten zu können, genügt manchmal eine kleine Idee. Doch diese Idee muss so gut und so entwaffnend sein, dass sich sofort ganz viele Menschen für sie begeistern. Am 12. März 2009 werden wir diese Idee und das Siegerteam von GRÜNE WIESE vorstellen.
Klar ist, das nahezu alle großen und kleinen Verlagshäuser händeringend nach neuen Konzepten suchen. Nach Online-Konzepten wohlbemerkt. Bei G+J soll diesen Versuchen nun durch externe Ideengeber ein neuer Versuch folgen. Grüne Wiese. So weit, so gut nachvollziehbar.
Was diesen - im vorherigen Jahr übrigens schonmal intern ausgeschriebenen - G+J-Wettbewerb bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt, sind die Rahmenbedingungen:
So erhält der Gewinner der Grünen Wiese, von dem nach Möglichkeit ein kombiniertes Online-/Print-Konzept erwartet wird, schöne 10.000,- EUR und darf auf Wunsch redaktionell oder konzeptionell an den Publikationen mitarbeiten - soweit hierzu in den Verhandlungen mit dem Verlag Übereinkunft erzielt werden kann.
Das ist doch lächerlich!
Wenn ich ein fertiges Konzept für ein solche Idee vorlege, will ich das Projekt leiten, will ich das maßgeblich beeinflussen. Und ich will eine Beteiligung - und dann an einen großen Verlag verkaufen. Es gibt genug VC’s, die auch für solche Projekte ein mehr als offenes Ohr hätten. Einzige Lösung: Die Verlagshäser müssen solche Projekt im Sinne eines Corporate Investors finanzieren wollen. Dann habe ich als Ideengeber auch als Gründer und Entscheider die Zügel in der Hand. Und ich kann der Idee unter Marktbedingungen selbst den Esprit geben, den eine solche Idee braucht, um zum Fliegen zu kommen.
Also, liebe Verlagshäuser, mit diesen Rahmenbedingungen gibt’s wieder nur billigen Kunstrasen, bei dem nach wenigen Monaten die grünen Stoppel ausfallen. Saftige, grüne Wiese geht anders.
Tags zu diesem Artikel
Reaktionen
Eine Reaktion
zu “Grüne Ideen bei G + J”
Was denkst Du?
Werbung & Medien

Blatt, der Showroom für Magazinkultur - Bild via rebelart.net
Sehr schönes Konzept: blatt präsentiert internationale Magazine und Fanzines aus den Bereichen Kunst, Design, Fashion, Architektur, Urbanismus, Fotografie, Illustration, Aktivismus, Comic und Musik. Das Projekt in den Räumen der Art Lawyer Gallery wurde von GuteSeiten curated kiosk & magazine club, der Agentur gebrauchsgrafikundso und der Architektin Jana Deters entwickelt und gestaltet. Nach der Vernissage am 19. November 2009 sollen jeden Donnerstag neue Magazinkonzepte, innovative Blattmacher und inspirierende Print-Projekte vorgestellt werden, wobei der Eintritt frei ist.
Das komplette Programm und mehr Details zur Veranstaltung:
www.rebelart.net
Magazinkultur im Showroom
Showroom und Mediensalon für Magazinkultur: Am 19. November eröffnet “blatt” in der Art Lawyer Gallery in der Königstraße 16 (Hamburg-Altona)
Design & Style

Coming-soon-Website von ThereYouGo.tv
Mit ThereYouGo.tv entsteht hinter den Kulissen gerade eine neue Web-TV-Plattform für Hamburg! Das Projekt ist noch nicht online, aber die Vorbereitungen laufen, der Launch soll wohl im September erfolgen. Thematisch soll Hamburgs Lifestyle-, Party- und Fashionszene behandelt werden.
Der Claim von ThereYouGo.tv “Das Tor zur Welt durch deinen Bildschirm!” stellt schon ganz klar den Hamburg-Bezug dar. Es bleibt abzuwarten was Hamburgs Lifestyle-, Party- und Fashionszene preisgibt und wen man dort erreicht, um eine solche Plattform zu füllen. ThereYouGo.tv mit Geschäftsführer Marcel Huxholl will die Trends der Metropole, das Großstadtleben bei Tag und Nacht zeigen und die aus ihrer Sicht entscheidende Frage zum Wochenende “Wo geht die Party ab?” beantworten. Mit anjderen Worten: ThereYouGo.tv will ein Wegweiser durch Hamburgs Party-Szene werden.
Ob die temporäre “Coming soon”-Website schon das endgültige Design repräsentiert, bleibt abzuwarten. Während mir das Logo ganz gut gefällt, finde ich den Website-Hintergrund eher furchtbar.
Einen ersten Eindruck zu den zu erwartenden Inhalten vermitteln die vorab bei Facebook geposteten Videos:
ThereYouGo.tv bei Facebook
PS:
Hafenrausch ist übrigens auch bei Facebook!
Jetzt unbedingt “Fan” werden!
Hafenrausch bei Facebook
Party, Lifestyle, Fashion in Hamburg
Kommt bald: ThereYouGo.tv - eine WebTV-Plattform für Lifestyle, Party und Fashion in Hamburg.
Web 2.0

Bild: © Photocase | kallejipp
Der finische Handyhersteller Nokia hat bekannt gegeben, dass sie das Hamburger Startup “Cellity” gekauft haben. Cellity, ein StartUp, das vor drei Jahren von Ex-Xing’er Sarik Weber gemeinsam mit Nils Weitemeyer, Tim von Toerne, Benjamin Körber und Matthias Lanz gegründet wurde, zieht nach dem Deal von Hamburg nach Berlin um, wo Nokia seine Deutschland-Aktivitäten bündelt. Was nach auf den ersten Blick nach einem erfolgreichen Exit für die Gründer aussieht, ist allem Anschein nach mehr als Know-how-Transfer zu betrachten. Schade für Hamburg. Gut für die Gründer?
Während sich über die Summe ausgeschwiegen wird, ist klar, dass das Gründerteam bei Cellity bleibt und nun gemeinsam mit Nokia die Zukunft von Cellity bestimmt. Wie es scheint will Nokia dabei jedoch die Inhalte und die Dienste von Cellity gar nicht übernehmen, sondern lediglich auf das Knowhow der Firma bzw. der Gründer zugreifen. Im Klartext: Die Dienste von Cellity werden eingestellt. Eigentlich bietet Cellity z.B. mit dem “Adressbuch 2.0″ einen Dienst an, der dem Nutzer eine komplette Aktualisierung aller Kontakte aus dem eigenen Telefonbuch, Outlook und Social Networks sowie die direkte Kommunikation mit ihnen über alle wichtigen Kanäle ermöglicht. Alles in allem stehen standen die Dienste von Cellity dafür, die Mobilfunkkosten drastisch zu senken.
Sicher ehrt es die Gründer, dass ihr Know-how alleine eine Firmenübernahme wert ist (zu welchem Preis auch immer). Dass man dafür jedoch die Nutzer der eigenen Applikationen “verraten” muss, ist scheinbar die Kehrseite der Medaille. Ab dem 30. September soll der cellity-Dienst nicht mehr verfügbar sein, das Aufladen von neuem Guthaben ist ab sofort nicht mehr möglich.
Aber: Der Deal ist wohl auch eine Konsequenz aus den immer weiter fallenden Preisen für Telefongespräche und SMS in den vergnagenen Jahren. Mit dem Eintritt der Mobilfunk-Discounter auf dem deutschen Markt wurde auch das Geschäftsmodell von cellity stark torpediert. Insofern am Ende wahrscheinlich doch ein gelungener Exit für die Gründer.
Nokia schickt Cellity nach Berlin
Hamburger Mobile-Startup Cellity wird von Nokia übernommen. Das Know-how der Gründer geht nach Berlin.
Design & Style Anzeige
Wallpaper* City Guide Hamburg
Tipps zu Essen, Trinken, Schlafen, Clubbing und Shoppen - mit allen Design-Spots in Hamburg. Stylish.

Beef für die Männer - Hafenrausch. Hamburg.
21. Juli 2009
[...] Gewinner-Konzept aus Gruner + Jahrs schon erwähntem, hauseigenem Ideenwettbewerb Grüne Wiese 2008, kommt das neue Magazin “Beef!” [...]