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19. April 2009
Nido: Neues Eltern-Magazin
Zuwachs in der Riege der Elternzeitschriften bei Gruner & Jahr: Probelauf für Magazin “Nido”, Hochglanz für die Schanzen-Eltern.

Neues Magazin: “Nido” Cover Erstausgabe | © Gruner & Jahr
Neue (Teil-) Zielgruppe entdeckt, neues Magazin entwickelt: “Nido” heißt das neue Magazin von Gruner & Jahr. Seit Freitag liegt Nido-Nullnummer am Kiosk.
In makellosem Weiß kommt das Coverbild daher - trotz des Kindes, das sich an auf dem weißen Bett an seine Eltern kuschelt, ist nicht eine Unregelmäßigkeit in dem puristischen Setup zu sehen… Hmm. Sehen so die neuen Highgloss-Eltern aus der Schanze aus?
Magazin-Design ist wie immer eine Frage des Geschmacks. Mich spricht es nicht an. Merkwürdiger Crossover von Retro und Modern.
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Am Mittwoch hat Gruner+Jahr nun endgültig die Titel bekanntgegeben, die eingestellt werden: Neben der “Park Avenue” trifft es die im Ausland beheimateten Titel “Gala” (Niederlande) und “Life & Style” (Russland). Zudem werden durch Zusammenlegungen und Neustrukturierungen bei den Wirtschaftstiteln “Capital”, “Impulse” und Börse Online” weitere ca. 120 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Nach Angaben des G+J-Vorstands ist die sogenannte Portfolio-Bereinigung damit abgeschlossen.
Trotz der schon weit im Vorfeld angekündigten Bereinigung, stellt die Nachricht doch ein harten Einschnitt dar. Vorallem die durch die Neustrukturierung der Witschaftstitel 120 Entlassungen waren in dieser Form wohl kaum zu erwarten, auch wenn dem Vernehmen nach alleine die FTD im Jahr 2007 acht Mio. Euro Verlust machte. Nichtsdestotrotz hat die Nachricht auch eine positiven Aspekt: Der Standort Hamburg wurde mit den Entscheidungen zumindest weiter gestärkt.
Hinsichtlich der Wirtschaftstitel werden die Standorte München (”Börse Online”) und Köln (”Capital” und “Impulse”) geschlossen, und alle Titel unter der Leitung von FTD-Chef Steffen Klusmann von Hamburg aus gesteuert. Damit wird in Hamburg ein gigantisches Cluster von Wirtschaftsmedien-Know-how entstehen, die vier Titel unter einem Dach gebündelt - die Rede ist hier von 250 Redakteuren die Titel-übergreifend arbeiten werden.
Ob diese Bündelung journalistisch tatsächlich sinnvoll und gewinnbringend sein wird, darf man wohl skeptisch betrachten. Klar ist aber auch, dass alle G+J-Wirtschaftstitel in den letzten Jahren steitig zunehmende Auflagenverluste hinnehmen mussten.
Etwas überraschender kommt da schon die Einstellung des Glamour-Titels “Park Avenue” - die Kontur des Blattes wurde zuletzt doch stark vorangetrieben, und die Auflage konnte gesteigert werden. So konnte “Park Avenue” im 12-Monatstrend zuletzt ein Plus von 14% aufweisen. Da verwundert die Aussage von G+J-Vorstand Buchholz zur Einstellung des Premium Magazins „Park Avenue“ doch schon etwas:
Auf Basis der werbekonjunkturellen Aussichten für 2009 und 2010 ließ sich eine belastbare wirtschaftliche Perspektive für ‘Park Avenue’ nicht mehr darstellen.
Trotz der Ankündigung von G+J, dass die Portfolio-Bereiningung mit den jetzt verkündeten Maßnahmen abgeschlossen sei, scheinen also auch in Zukunft selbst relativ aufstrebende Titel nicht vor dem Aus geschützt zu sein.
G+J: Nun ist es also passiert
Die lange angekündigten Entscheidungen am Baumwall sind nun offensichtlich gefallen: Die Park Avenue, die niederlänische Gala, die russische Life & Style und ca. 180 Mitarbeiter stehen auf der Abschussliste.
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Foto: @ photocase | view7
Gruner + Jahr hat seinem Ideen-Wettbewerb “Grüne Wiese” ausgerufen. Dort heisst es unter anderem:
Gibt es nicht auch ganz andere Wege, News aufzubereiten? Hinter welcher Online-Idee versammelt sich die Community von morgen? Auf welches Magazin hat Deutschland gewartet? Um große Fragen beantworten zu können, genügt manchmal eine kleine Idee. Doch diese Idee muss so gut und so entwaffnend sein, dass sich sofort ganz viele Menschen für sie begeistern. Am 12. März 2009 werden wir diese Idee und das Siegerteam von GRÜNE WIESE vorstellen.
Klar ist, das nahezu alle großen und kleinen Verlagshäuser händeringend nach neuen Konzepten suchen. Nach Online-Konzepten wohlbemerkt. Bei G+J soll diesen Versuchen nun durch externe Ideengeber ein neuer Versuch folgen. Grüne Wiese. So weit, so gut nachvollziehbar.
Was diesen - im vorherigen Jahr übrigens schonmal intern ausgeschriebenen - G+J-Wettbewerb bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt, sind die Rahmenbedingungen:
So erhält der Gewinner der Grünen Wiese, von dem nach Möglichkeit ein kombiniertes Online-/Print-Konzept erwartet wird, schöne 10.000,- EUR und darf auf Wunsch redaktionell oder konzeptionell an den Publikationen mitarbeiten - soweit hierzu in den Verhandlungen mit dem Verlag Übereinkunft erzielt werden kann.
Das ist doch lächerlich!
Wenn ich ein fertiges Konzept für ein solche Idee vorlege, will ich das Projekt leiten, will ich das maßgeblich beeinflussen. Und ich will eine Beteiligung - und dann an einen großen Verlag verkaufen. Es gibt genug VC’s, die auch für solche Projekte ein mehr als offenes Ohr hätten. Einzige Lösung: Die Verlagshäser müssen solche Projekt im Sinne eines Corporate Investors finanzieren wollen. Dann habe ich als Ideengeber auch als Gründer und Entscheider die Zügel in der Hand. Und ich kann der Idee unter Marktbedingungen selbst den Esprit geben, den eine solche Idee braucht, um zum Fliegen zu kommen.
Also, liebe Verlagshäuser, mit diesen Rahmenbedingungen gibt’s wieder nur billigen Kunstrasen, bei dem nach wenigen Monaten die grünen Stoppel ausfallen. Saftige, grüne Wiese geht anders.
Grüne Ideen bei G + J
Der Ideen-Wettbewerb Grüne Wiese von Gruner + Jahr ist schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Tragfähige Ideen für kombinierte Online-/Print-Konzepte gibt’s nun mal nicht als billige Cash&Carry-Lösung.
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Auch ein Geschmackserlebnis: Website des Gulaschbarons
Willkommen in der Geschmacksdiktatur des Gulaschbarons - so liest man es im Manifest des Gulaschbarons. Wenn Diktatur mit soviel Style daher kommt, lässt man sich Diktatur aber gerne gefallen.
Beim Gulaschbaron gibt es also T-Shirts. Und Hoodies und Longsleeves und ihre Freunde aus der selben Abteilung. Aber immer streng limitiert - denn jedes Design kommt von einem neuen Künstler, immer in limitierten Auflagen von 200 Exemplaren (jedes individuell mit einer laufenden Nummer versehen). Davon werden 50 T-Shirts online verkauft, die restlichen 150 Stück werden auf maximal 10 Shops verteilt. Die Motive werden dabei nach Angaben des Betreibers des Gulaschbarons vom Künstler immer individuell für die exklusive Gulaschbaron-Kollektion entworfen. So steht es im Gulaschbaron-Manifest.
Cooles Konzept - bitte unbedingt unterstützen (durch prompten Einkauf versteht sich).
Nebenbei: Ich finde alleine den Blog vom Gulaschbaron (aka Hauke Neumann - oder andersrum.) schon mehr als lesenswert.
Zum Gulaschbaron-Shop geht’s hier lang:
www.gulaschbaron.com
Gulaschbaron
Beim Gulaschbaron gibt’s… nein - nix zu essen, kein Gulasch. T-Shirts! Geile T-Shirts.
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