Werbung & Medien
15. August 2009
Virale Konzepte für TV-Werbung
Mehr Mut zur Authentizität würde TV-Werbung Glaubwürdigkeit und Spannung zurückgeben.

TV-Werbung ist im Zeitalter von Social Media, und dem Internet insgesamt, nur noch einer von vielen Faktoren im modernen Media-Mix. Wandern jetzt also die aus dem Viral Marketing bekannten Ideen ins TV? Wäre das nicht ein Ansatz, mit dem im TV werbende Unternehmen noch mal neue Impulse setzen könnten? Wettbewerbe, bei denen von Usern produzierte Spots als TV-Spot zum Einsatz kommen - und nicht ausschliesslich im Internet gezeigt werden?
Als Denkanstoß mal folgendes Video, mit dem - ohne Auftrag - die Grillsauce “Rich” vom Discounter “Penny” einfach so zum Spaß in Szene gesetzt wurde - könnte so etwas im TV laufen? Wenn ja mit welchen Erfolgschancen?
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Web 2.0
Der Webfuture Award von Hamburg@work prämiert dieses Jahr zum zweiten Mal innovative Konzepte und neue Projekte aus den Bereichen E-Commerce, Web 2.0 und Social Communities. Die zehn Finalisten für die diesjährige Ausgabe sind: Brokerz, elinckia.com, iDO World, Jupidi, mi es tu, Moodmixer, radio.de, Sherlock Homes, tredition und WirsindGolf.net.
Kleine Randnotiz: Als ich eben die URLs zu den Finalisten rausgesucht habe, habe ich jede der Websites für ca. 5-10 Sekunden erstmals gesehen - mein rein visuelles Webdesign-gefällt mir-auf-Anhieb-Siegel entfällt dabei spontan auf radio.de und WirsindGolf.de.
Zurück zum Award:
Um das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro zu gewinnen, müssen müssen diese zehn Finalisten jedes Jurymitglied einzeln am 19. November 2008 im sogenannten Business-Speed-Dating überzeugen. Zur Jury gehören unter anderem Dr. Thomas Schnieders (Direktor Neue Medien der Otto GmbH & Co. KG), Rüdiger Ditz (Chefredakteur von Spiegel Online) und Dr. Gottfried Neuhaus (Managing Partner der Neuhaus Partners GmbH).
Christian Till Roga, Niederlassungsleiter von IBM in Hamburg, nach der Vorauswahl:
Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Einreichungen vielfältiger und die Businesspläne überzeugender. Es sind wieder einige Ideen dabei, aus denen ein erfolgreiches Business werden kann.
Webfuture Awards: 10 Finalisten
Die zehn Finalisten des Webfuture Awards von Hamburg@work stehen fest. Die Entscheidung fällt im am 19. November 2008.
Werbung & Medien

Obamccain - aufgelesen bei The Guardian.
Schöne Antwort auf rassisitische Tendenzen im US-Wahlkampf, die statt dessen die eigentlichen Wahlkampf-Themen in den Mittelpunkt stellen will. Die von der New Yorker Niederlassung von Grey entwickelte Plakatkampagne wurde gestern direkt am Wahltag gelauncht.
Mehr dazu:
www.guardian.co.uk/media/2008/nov/04/advertising-uselections2008
Color Switch
Launch direkt am Wahltag in den USA: Obamccain-Plakatkampagne von Grey
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checkdisout Veranstaltungsreihe | www.checkdisout.com
“Ad Wars” war das Thema gestern Abend beim dritten “Checkdisout”-Event im Kunstverein Hamburg. Es sollte um Online vs. Offline, Konsument vs. Marke, Urban Spam vs. Branded Utility, alt gegen neu, gehen. Kurzum, um den Kampf um Aufmerksamkeit, abseits der Einheitskampagne. Veranstalter Matthias Weber stellte zurecht die Frage, ob neue Ideen in Sicht sind. Wo also geht die Reise hin, wenn Werber über neue Wege in der Werbung diskutieren? Ins Abseits.
Für mich als Nicht-mehr-Werber war der Abend beeindruckend - allerdings im negativen Sinne beeindruckend. Klar wurde an dem Abend in jedem Fall: Wenn die “Werber” sich weiterhin so abkapseln, und sich weiterhin so selbstherrlich in ihren eigenen Saft setzen wie einige der Protaganisten auf dem Podium (insbesondere Guido Heffels von Heimat Berlin), dann wird’s aus meiner Sicht düster in der Werbung. Auch klar: Die Besucher der Vernstaltung (grob 85% arbeiten in der Werbung) haben das Problem scheinbar schon eher erkannt, und machen sich mehr Gedanken darüber, was ihr Job wohl in der Zukunft beinhalten könnte.
Unter den ganzen Werbern war insbesondere der branchenfremde Friedrich von Borries (Architekt) das Highlight des Abends auf dem Podium. Nicht nur, weil er Anti-Thesen zur Werbung verbreitet hat, sondern insbesondere, weil er Werbung, die in Form von Urban Spam daher kommt, in Frage gestellt hat. Und weil er damit einfach zum Nachdenken angeregt hat.
Während andere auf dem Podium (muss hier explizit nochmals Guido Heffels von Heimat erwähnen) nach meinem Empfinden eher mit der Einstellung auftraten: “Jetzt komm’ mir nicht mit neuen Thesen, ich hab schon meine Meinung” - finde ich beängstigend engstirnig. Insbesondere wenn es an das Thema Social Media heran ging, war die Hilflosigkeit der Werber deutlich spürbar.
Wenn die “klassischen Werber” weiter so denken, wie es sich auf dieser Veranstaltung gezeigt hat, sehe ich schwarz für die klassischen Werbeagenturen. Klar, Social media ist etwas anderes als Werbung oder PR. Aber man darf sich dem doch nicht kategorisch verschliessen, wenn man in dem Feld Kommunikation arbeitet.
Abschließend noch ein Lob an checkdisout-Veranstalter Matthias Weber - großartiger Mix aus gut organisiert und trotzdem lässiger Stimmung, dazu eine wirklich coole Location im Kunstverein Hamburg.
Schwere Zeiten für Werber
Werber unter sich: Bei Checkdisout “Ad Wars” ging es um den Kampf um Aufmerksamkeit. Werber denken offensichtlich nur in klassischer Werbung. Und da sitzen sie fest. Alleine. Im Dunkeln.
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Crowdsourcing: Amazon TV-Spot - Hafenrausch. Hamburg.
1. Dezember 2009
[...] August hatte ich schonmal das Thema Crowdsourcing für TV-Spots kurz angerissen - jetzt hat Amazon in den USA den ersten TV-Spot live gebracht, der über [...]