Web 2.0
1. September 2009
Neue Optik bei QUU.FM
Radio 2.0: Mit der neuen Optik und dem neuen Konzept bei QUU.FM hat der Hamburger Web-Radio-Dienst nochmal einen Schritt nach vorne gemacht. Und Hamburg endgültig als Hauptstadt für Web-Radio etabliert.

QUU.FM Website im neuen Look & Feel
Neues Logo, neuer Look, neue Funktionen, neues Konzept: QUU.FM präsentiert sich seit gestern wie neu erfunden. Ab sofort betrachtet sich QUU.FM selbst als “Social Web Radio”. Nach Aussage der Betreiber bedeutet das primär eine komplette Vernetzung mit Social Networks wie Twitter, Facebook oder MySpace.
Kernelement für die Positionierung als “Social Web Radio” ist demnach der neue QUU.FM-Community-Toolbar, in dem zu sehen ist, was im Netz rundum QUU.FM passiert. Hmm - ist das jetzt die “komplette Vernetzung mit Netzwerken”? Bin mir noch etwas unsicher, ob das wirklich ausreicht, um sich als “Social Web Radio” zu betrachten. Mal sehen, vielleicht kommt da ja noch mehr. Sinnvoller finde ich da schon den Ansatz, dass die Nutzer das Programm ab sofort jederzeit mitgestalten können (ähnliches Konzept wie bei www.1000mikes.com).
Wie auch immer - das neue Design ist sehr sehr gelungen. Spricht mich unmittelbar an. Sehr frisch, und auch ein bisschen freakig, aber nicht zu sehr - sehr gut! Auf der Startseite bekommt man tagesaktuelle News rund um Musik, Entertainment, das Netz. Und natürlich zu QUU.FM.
Insgesamt ein wirklich erfrischender Refresh von QUU.FM, der auch Hamburg als Web-Radio-City (u.a. mit 1000mikes und Byte.fm) insgesamt nach vorne bringt.
Mehr zu den Neuerungen bei QUU.FM:
(Kann leider nicht konkret auf die Meldung verlinken, weil die ganze QUU.FM-Seite in einem Frame läuft… merkwürdiges technisches Set-up. Hoffentlich nur temporär. Da musst Du dann selbst im “Archiv” nach der News-Meldung vom 31. August 2009 suchen…)
Check it out:
http://new.quu.fm/
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Design & Style

Foto: Superbude, Hamburg
Die Jury des European Hotel Design Awards hat den Preis für das “Best Interior Design” dem Hotel Superbude in der Spaldingstraße verliehen. Ganz offensichtlich wurde damit der Humor, der Mut und die Kreativität der Macher belohnt. Hinter dem Konzept für die Superbude steckt Kai Hollmann, der Unternehmer des Jahres 2008.
Wie schon vorher berichtet, wurden in der Superbude Materialien und Dinge sinnentfremdet verarbeitet. Der Designer Armin Fischer ließ zum Beispiel Sofas mit Jeans beziehen, ließ Kisten aus Küchenschränken bauen und ließ aus alten Wasserröhren Regale und Tische herstellen. Der European Hotel Design Award wurde bei der Messe “The Sleep Event” in London vergeben.
Superbude gewinnt
“Best Interior Design”-Award des European Hotel Design Awards ging beim “The Sleep Event” an das Hotel & Hostal Superbude in Hamburg.
Werbung & Medien

Foto: © Photocase | Lumamarin
Einem der Aushängeschilder der Hamburger Werbeagenturen stehen offensichtlich harte Wochen bevor: Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Eigentümer der einst so gefeierten Werbeagentur Springer & Jacoby vor der Insolvenz stehen, und händeringend einen Investor oder Käufer für die Hamburger Agentur suchen. Dabei ist anscheinend nicht auszuschliessen, dass dies auch zum Aus der renommierten Agentur führen könnte.
Natürlich haben wir eine Finanz- und Wirtschaftskrise. Natürlich trifft dies auch - oder sogar besonders - die Werbeagenturen. Eine Vielzahl von Hamburger Werbeagenturen muss (oder musste) in den vergangenen Wochen ums Überleben kämpfen. Nichtsdestotrotz muss man ebenso festellen, dass der einstige S&J-Spirit vergangener Zeiten irgendwie verschwunden ist. Bekannte Köpfe haben das Unternehmen immer wieder verlassen, neue S&J-Köpfe waren weitaus weniger bekannt. Und konnten ihre Köpfe auch nicht wie früher durch preisgekrönte Kreation bekannt machen. Die letzte wirklich Aufsehen-erregende Kreation aus dem Hause Springer & Jacoby war das interaktive Projekt “Nils wartet.” für den Ikea-Katalog 2008. Das ist auch schon wieder ein Jahr her.
Es bleibt abzuwarten, ob ein reinigendes Gewitter frische Luft in die Räume der Agentur bringen kann. Und damit neuen Spirit, der an die vergangenen Zeiten anknüpfen kann. Und wenn nicht? Dann ist das wirtschaftlich gesehen einfach der Lauf der Zeit, so nüchtern muss man das betrachten. Wenn mein Produkt, meine Dienstleistung bei einer bestimmten Qualität zu einem bestimmten Preis keine Abnehmer mehr findet, dann wird das nix.
Springer & Jacoby vor dem Aus?
Hartnäckiges Gerücht: Werbeagentur Springer & Jacoby vor entscheidenden Veränderungen - oder vor dem Aus? Wo ist eigentlich der Spirit von früher geblieben?
Werbung & Medien

Screenshot aus dem Amazon TV-Spot
Im August hatte ich schonmal das Thema Crowdsourcing für TV-Spots kurz angerissen - jetzt hat Amazon in den USA einen TV-Spot live gebracht, der über Crowdsourcing entstanden ist.
Amazon ist ein durch-und-durch im Web verwurzeltes Unternehmen. Das macht es vielleicht ein bisschen einfacher, Crowdsourcing zur Findung eines neuen TV-Spots einzusetzen als für andere Unternehmen, wie zu Beispiel Mercedes oder Bayer. Nichtsdestotrotz ist auch Amazon mittlerweile ein globaler Konzern - was leicht zu Trägheit und konventionellen Methoden hätte führen können. Hat es aber nicht.
Der klassische Weg für ein Unternehmen in der Größenordnung wie Amazon führt eigentlich erstmal zur (Werbe-) Agentur. Weltweit betrachtet vielleicht zur Lead-Agentur. Wenn man keine feste Agentur hat, steht eventuell noch ein großangelegter Pitch-Prozess bevor. Nach Briefing (und Re-Briefing) kommt dann der Apparat richtig in Schwung: Konzeption, Storyboard, Produktionsfirma, Model-Casting, Stylisten, Location-Suche, und und und. Wann fragt man den Konsumenten, ob es seinen Nerv trifft? Vielleicht in einem Pre-Test? Oder verlässt man sich auf die selbsternannten Spezialisten in der Agentur?
Alternativ kann man es machen wie Amazon - und man lässt den Konsumenten den Spot machen. Man macht einen Wettbewerb draus, Crowdsourcing eben. Und dann kommt am Ende ein Spot dabei heraus, wie im Falle von Amazon der von Angela Kohler:
Den Spot kann man jetzt gut finden oder nicht - egal, ob als Werber oder als Konsument. Man kann aber fast sicher sein, dass er bei der Masse der Konsumenten gut ankommt, weil er aus ihren Reihen entstanden ist. Und die Messgröße “Masse” ist heutzutage bei dem Medium TV (noch) nicht zu vernachlässigen.
Und selbst, wenn die Meinungen gespalten wären - so ist und bleibt dieser Spot unter den Konsumenten garantiert (Achtung: das große Schalke-04-Wort kommt jetzt!) ein “Spot der Herzen”.
Gerne wird dann die Frage gestellt, wie es mit der Entlohnung aussieht (von den Rechten mal ganz zu schweigen). In diesem Fall bekam die Gewinnerin 20.000 US-$ - in Form von Amazon-Gutscheinen. Das ist in der Tat diskussionswürdig, andererseits darf man nicht die Nebeneffekte vergessen. Die Website der Gewinnerin hat bestimmt den einen oder anderen zusätzlichen Besucher. Nun gut, heutzutage hat vielleicht noch nicht jedermann eine Website, aber das dürfte sich - in welcher Form auch immer - in den nächsten Jahren ändern.
In Kurzform: Es zahlt auf die Online-Reputation des Gewinners ein.
Warum haben die Hamburger Agenturen noch keinen so entstandenen Spot für ein namhaftes Unternehmen forciert? Fehlender Mut in den Agenturen? Angst, dass die Kernkompetenz (Konzeption) von den Konsumenten untergraben wird? Angst, dass Provisionen für den Location-Scout, die Model-Agentur und den Stylisten flöten gehen?
Oder machen die Unternehmen da (noch) nicht mit?
Crowdsourcing: Amazon TV-Spot
Ist Crowdsourcing jetzt endlich auch bei den Konzernen angekommen - oder funktioniert das nur bei Amazon? Oder stehen die klassischen Agenturen im Weg bei der Realisierung solcher Formate?
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