Werbung & Medien
7. Oktober 2009
Schwere Zeiten für Werber
Werber unter sich: Bei Checkdisout “Ad Wars” ging es um den Kampf um Aufmerksamkeit. Werber denken offensichtlich nur in klassischer Werbung. Und da sitzen sie fest. Alleine. Im Dunkeln.

checkdisout Veranstaltungsreihe | www.checkdisout.com
“Ad Wars” war das Thema gestern Abend beim dritten “Checkdisout”-Event im Kunstverein Hamburg. Es sollte um Online vs. Offline, Konsument vs. Marke, Urban Spam vs. Branded Utility, alt gegen neu, gehen. Kurzum, um den Kampf um Aufmerksamkeit, abseits der Einheitskampagne. Veranstalter Matthias Weber stellte zurecht die Frage, ob neue Ideen in Sicht sind. Wo also geht die Reise hin, wenn Werber über neue Wege in der Werbung diskutieren? Ins Abseits.
Für mich als Nicht-mehr-Werber war der Abend beeindruckend - allerdings im negativen Sinne beeindruckend. Klar wurde an dem Abend in jedem Fall: Wenn die “Werber” sich weiterhin so abkapseln, und sich weiterhin so selbstherrlich in ihren eigenen Saft setzen wie einige der Protaganisten auf dem Podium (insbesondere Guido Heffels von Heimat Berlin), dann wird’s aus meiner Sicht düster in der Werbung. Auch klar: Die Besucher der Vernstaltung (grob 85% arbeiten in der Werbung) haben das Problem scheinbar schon eher erkannt, und machen sich mehr Gedanken darüber, was ihr Job wohl in der Zukunft beinhalten könnte.
Unter den ganzen Werbern war insbesondere der branchenfremde Friedrich von Borries (Architekt) das Highlight des Abends auf dem Podium. Nicht nur, weil er Anti-Thesen zur Werbung verbreitet hat, sondern insbesondere, weil er Werbung, die in Form von Urban Spam daher kommt, in Frage gestellt hat. Und weil er damit einfach zum Nachdenken angeregt hat.
Während andere auf dem Podium (muss hier explizit nochmals Guido Heffels von Heimat erwähnen) nach meinem Empfinden eher mit der Einstellung auftraten: “Jetzt komm’ mir nicht mit neuen Thesen, ich hab schon meine Meinung” - finde ich beängstigend engstirnig. Insbesondere wenn es an das Thema Social Media heran ging, war die Hilflosigkeit der Werber deutlich spürbar.
Wenn die “klassischen Werber” weiter so denken, wie es sich auf dieser Veranstaltung gezeigt hat, sehe ich schwarz für die klassischen Werbeagenturen. Klar, Social media ist etwas anderes als Werbung oder PR. Aber man darf sich dem doch nicht kategorisch verschliessen, wenn man in dem Feld Kommunikation arbeitet.
Abschließend noch ein Lob an checkdisout-Veranstalter Matthias Weber - großartiger Mix aus gut organisiert und trotzdem lässiger Stimmung, dazu eine wirklich coole Location im Kunstverein Hamburg.
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Für Männer mit Geschmack. Von Gruner & Jahr. | © Gruner & Jahr
Als Gewinner-Konzept aus Gruner + Jahrs schon erwähntem, hauseigenem Ideenwettbewerb Grüne Wiese 2008, kommt das neue Magazin “Beef!” lautstark daher: Mit einer selbstbewussten Mischung aus Rezepten, Reportagen und Reliquien des Küchenbetriebs will G&J einen “Food- & Lifestyle-Titel für Männer mit Geschmack” etablieren. Die Erstausgabe ist jetzt für den 15. Oktober 2009 eingeplant worden.
Beef! soll dann vierteljährlich erscheinen - eine erfolgreiche Erstausgabe vorausgesetzt. Beef! war ursprünglich nur ein Arbeitstitel, da es ein gleichnamiges Magazin bereits von Horizont in Zusammenarbeit mit dem ADC gibt. Offensichtlich hat man sich hierzu hinter den Kulissen auf eine Ko-Existenz der beiden Titel einigen können. Man darf gespannt sein, ob sich auch dieses Jahr aus dem Ideenwettbewerb ein bleibender Titel entwickelt - den letzten G+J-Ideenwettbewerb hatte “Dogs” gewonnen, das “Hunde-Magazin mit Niveau” erzielt mittlerweile im Gesamtverkauf über 65.000 Exemplare.
Mehr zum sehr ansprechenden Magazin-Design findet sich derzeitig unter:
www.sokochenmaenner.de
Beef für die Männer
Endlich mal was Bissfestes von Gruner & Jahr: Das neue Magazin Beef! für kochende Männer kommt ab 15. Oktober
Web 2.0

Fusion von Xing und Linkedin - Gerücht oder Wahnsinn?
Steht Hamburgs Web 2.0-Vorzeigeunternehmen XING tatsächlich vor einer Übernahme durch den US-Wettbewerber LinkedIn? In mehreren Blogs (u.a. bei Social Web World) und Tweets kam gestern Nachmittag/Abend miteinmal dieses Gerücht auf. Nichtzuletzt wahrscheinlich auch, weil der XING-Aktienkurs angestiegen war und es dafür keinen offensichtlichen Grund gab.
Es bleibt abzuwarten, ob es sich mal wieder um eine im Web geborene und dann forcierte Falschmeldung handelt, oder ob tatsächlich etwas Handfestes dahintersteckt…
Gerücht: XingedIn
Seit gestern Abend brodelt die Gerüchteküche: Übernimmt LinkedIn tatsächlich XING?
Web 2.0

Original-Foto: © photocase | jbkfotos
Bitkom hat die Sieger des Deutschen Internetpreises 2008 bekannt gegeben: Ubitexx, 1stplan und My Hammer. Aus 300 Bewerbern wurden die diese drei von einer Jury gewählt. Ubitexx und 1stplan kommen beide aus München, My Hammer aus Berlin - kein Gewinner aus Hamburg.
Die drei Gewinner sind aus Sicht der Jury die kreativsten und erfolgreichsten IT-Anwender unter vielen exzellenten Bewerbern
sagte Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn bei der Preisverleihung am Donnerstagabend in Stuttgart. Ist das jetzt fast schon bedenklich für Hamburgs Rolle als einer der Web 2.0-Hotspots in Europa?
Der Deutsche Internetpreis wurde von der Bitkom zum neunten Mal verliehen, wobei der 1. Preis mit 25.000 Euro dotiert ist, für den 2. Platz gibt es 20.000 Euro und der 3. Platz wird mit 15.000 Euro bedacht.
Bei der Preisverleihung erhielt der Wettbewerb selbst eine Auszeichnung der Initiative “Deutschland – Land der Ideen”. Diese zeichnete den Preis für dessen “Vorbildfunktion für kleine und mittelständische Unternehmen” aus. Der Wettbewerb ist damit einer der Preisträger des bundesweiten Innovationswettbewerbs “365 Orte im Land der Ideen”.
Hamburg geht leer aus
Keine Hamburger Gewinner beim Deutschen Internetpreis 2008 - bedenklich?
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