Design & Style
29. November 2009
Holy Shit Shopping
Mode-, Schmuck- und Produktdesign sowie Fotografie, Graphik, Comics und Literatur im Alten Gaswerk in Bahrenfeld: Am 2. Advent startet wieder das chillige Xmas-Shopping mit Club-Atmosphäre.

Das Konzept besteht seit Jahren: Vier Städte, hunderte junge Designer und Künstler und dazu ein großartiges Publikum - das sind die Rahmendaten für das Holy Shit Shopping, eine Weihnachts-Shopping-Lounge für Design und Kultur.


Holy Shit Shopping | alle Bilder via holyshitshopping.de
Die Termine in Hamburg, Köln, Berlin und Stuttgart finden - holy shit, wie sollte es auch anders sein… - an den vier Adventswochenenden statt, in Hamburg am 05. und 06. Dezember 09 im Alten Gaswerk (Otto von Bahrenpark, Paul Dessau Str. 3g). Auf über 1.000qm erwartet die Besucher eine wilder Mix aus Mode-, Schmuck- und Produktdesign aber auch Kunst, Fotografie, Graphik, Comics und Literatur. Und vieles vieles mehr.
Abgerundet wird das Holy Shit Shopping durch eine Reihe von DJ’s und Live-Acts - “entspanntes Shopping im Klubkontext” wie man es bei den Veranstaltern nennt.
Holy Shit Shopping - Hamburg
Altes Gaswerk (Otto-von-Bahren-Park, Paul Dessau Str. 3g)
Samstag, 05. Dezember 2009 (12:00 bis 22:00 Uhr)
Sonntag, 06. Dezember 2009 (12:00 bis 20:00 Uhr)
Mehr Infos unter:
www.holyshitshopping.de
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Design & Style
Anfang Oktober ist es endlich soweit: Kai Hollmann, Betreiber des Gastwerk-Hotels und Hamburgs Unternehmer des Jahres 2008, eröffnet sein neues Haus in St. Georg: Das “The George” Hotel (Barcastr. 3, 22087 Hamburg). Was erwartet uns? Angeblich eine Hommage an den British Style, das Ambiente eines englischen Membership Clubs.
Ich bin gespannt, wie das aussehen wird. Und ich bin gespannt etwas skeptisch, wie und ob Konzept-Ideen wie der Private Dining Room, der englische Garten oder die Library in dem Umfeld St. Georg zur Geltung kommen.
George soll kommen
Das neue Design-Hotel “The George” öffnet am 01. Oktober 2008.
Web 2.0
Der Webfuture Award von Hamburg@work prämiert dieses Jahr zum zweiten Mal innovative Konzepte und neue Projekte aus den Bereichen E-Commerce, Web 2.0 und Social Communities. Die zehn Finalisten für die diesjährige Ausgabe sind: Brokerz, elinckia.com, iDO World, Jupidi, mi es tu, Moodmixer, radio.de, Sherlock Homes, tredition und WirsindGolf.net.
Kleine Randnotiz: Als ich eben die URLs zu den Finalisten rausgesucht habe, habe ich jede der Websites für ca. 5-10 Sekunden erstmals gesehen - mein rein visuelles Webdesign-gefällt mir-auf-Anhieb-Siegel entfällt dabei spontan auf radio.de und WirsindGolf.de.
Zurück zum Award:
Um das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro zu gewinnen, müssen müssen diese zehn Finalisten jedes Jurymitglied einzeln am 19. November 2008 im sogenannten Business-Speed-Dating überzeugen. Zur Jury gehören unter anderem Dr. Thomas Schnieders (Direktor Neue Medien der Otto GmbH & Co. KG), Rüdiger Ditz (Chefredakteur von Spiegel Online) und Dr. Gottfried Neuhaus (Managing Partner der Neuhaus Partners GmbH).
Christian Till Roga, Niederlassungsleiter von IBM in Hamburg, nach der Vorauswahl:
Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Einreichungen vielfältiger und die Businesspläne überzeugender. Es sind wieder einige Ideen dabei, aus denen ein erfolgreiches Business werden kann.
Webfuture Awards: 10 Finalisten
Die zehn Finalisten des Webfuture Awards von Hamburg@work stehen fest. Die Entscheidung fällt im am 19. November 2008.
Web 2.0

Foto: © photocase | pantitlan***
In den letzten Wochen ging es in diversen Medien mal wieder um Sinn und Zweck von Blogs. Nicht von bestimmten Blogs, sondern Sinn und Zweck von Blogs an-und-für-sich. Da ist von “Loser Generated Content” die Rede. Oder der “Army of Davids”. Oder Blogger werden als “Rosenverkäufer des WWW” bezeichnet, die “lieber Toilettenwände vollschmieren sollten”. Was hier jetzt wie unqualifizierte Bemerkungen klingt, war jedoch - zumindest teilweise - als ernsthafte Kritik zu verstehen. Ob auch begründete Kritik, mal dahingestellt.
Natürlich haben sich in Zeiten “Blogger” (Googles Blogging Software) und “Wordpress” sowie dem Medium Internet die Zeiten geändert. Natürlich schreibt jeder anders, der eine besser, der andere schlechter. Natürlich kennt jeder gute und schlechte Blogs. Aber all das ist subjektiv - es gibt für alles und jeden eine Zielgruppe. Wie groß die jeweilige Zielgruppe Leserschaft ist, mal dahingestellt (was im Übrigen auch für jeden Text auf der Rückseite einer Duschgel-Packung gilt).
Wenn man nun also lesen muss, dass Journalisten und Werbetexter sich gegen die Publikationsform “Blog” zur Wehr setzen, indem sie jegliche Blogs schlecht machen, die Qualität aller Blogs pauschal in Frage stellen, dann ist das grenzenlose Ingnoranz. Was gelesen wird, ist interessant. Punkt. Gerade die spontane Form der Publikation, die Momentaufnahme, macht Bloggen doch so interessant. Dass dabei nicht jeder Satz 100%-ig ausgefeilt ist, macht es nur noch authentischer. Dazu schreibt Andrew Sullivan in seinem Artikel “Why I blog“:
This form of instant and global self-publishing, made possible by technology widely available only for the past decade or so, allows for no retroactive editing (apart from fixing minor typos or small glitches) and removes from the act of writing any considered or lengthy review. It is the spontaneous expression of instant thought—impermanent beyond even the ephemera of daily journalism. It is accountable in immediate and unavoidable ways to readers and other bloggers, and linked via hypertext to continuously multiplying references and sources. Unlike any single piece of print journalism, its borders are extremely porous and its truth inherently transitory. The consequences of this for the act of writing are still sinking in.
Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist der sogenannte “offene Brief” von Martin Oetting (trnd), der damit auf einen Gastbeitrag im Blog “ConnectedMarketing” reagiert. In dem Gastbeitrag wird die kreative Ratlosigkeit der Agenturen sichtbar, wie mit dieser neuen Art von Content wohl umzugehen ist. Oder eben nicht. Interessant, dass für die scharfe Kritik auch das Medium “Blog” gewählt wurde…. Martin Oetting antwortet den ratlosen Werbern darauf u.a. wie folgt:
(…) Gegenüber all den Werbern, die das so sehen - die sich in den Kreativabteilungen der Agenturen das Maul zerreißen, über Loser-Blogs und schlechten Schreibstil auf Facebook oder Twitter, über wackelige Videos und pink leuchtende MySpace-Profile, die dort mangelnden Geschmack oder Stil (oder beides) belachen - würde ich mich gern kurz äußern. Denn einerseits habe ich das allergrößte Verständnis für Ihre wahrlich schwierige Lage: Sie haben Ihre Jobs gewählt, weil Sie sich dafür begeistern, knappe punktgenaue Texte und starke bedeutungsvolle Bilder zu entwerfen. Plakate. Anzeigen. Werbefilme. Die Werbebranche ist jahrzehntelang auf genau Ihren Menschenschlag angewiesen und vorbereitet gewesen, hat sogar einen eigenen Verein dafür gegründet. Da will ich nun gern einsehen, dass es schwer zu ertragen ist, wenn nach und nach, Schritt für Schritt, Blog für Blog, ganz andere und eher normalsterbliche Schreiber und Bildermacher immer mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen – mit Texten, die so gar nicht dem werblichen Verständnis von medialer Kreativität entsprechen. Mit Bildern, die sich für keine Pitch-Präsentation eignen. (…)
Den gesamten “Offenen Brief an manche Werbekreativen in Deutschland.” (mehr als lesenswert!) von Martin Oetting:
www.connectedmarketing.de/cm/2008/10/offener-brief-a.html
Wer darf wie bloggen?
Über Loser Generated Content, über die Army of Davids, über die Rosenverkäufer im WWW und über Blog-Qualität an-und-für-sich.
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