Web 2.0
1. November 2009
Scoyo plötzlich ohne Bertelsmann
Trotz 20 Mio. Euro Start-Investment: eLearning Plattform soll schnell aus dem Gütersloher Portfolio verschwinden. Neuer Investor wird gesucht.

Hamburger e-Learning Plattform scoyo.de
Überraschend ging Freitag Abend durch die Medien, dass Bertelsmann sein Lernplattform-Vorzeigeobjekt “Scoyo” loswerden möchte. Der Geldhahn wird zugedreht, die Suche nach einem neuen Investor soll angeblich schon laufen. Auch wenn Scoyo trotz massiven Werbeaufwendungen nicht die angepeilten Umsätze erzielte, kommt der Rückzug doch mehr als überraschend.
Überraschend ist der Rückzug vor allem deswegen, weil nach Schätzungen 20 Mio. Euro aus Gütersloh in dieses hochgelobte Hamburger eLearning-Startup gepumpt worden sind. Eine nicht unbeträchtliche Summe - mit der unter anderem gestandene Mitarbeiter finanziert worden sind. Ein ganz wesentlicher Teil der Investition dürfte aber auch in die aufwendige Herstellung der “Lerneinheiten” geflossen sein - gemeinsam mit Pädagogen entwickelte Flash-Elemente (von Anfang an hat mich hier die Diskrepanz zwischen Halbwertzeit des Lerninhalts und Herstellungskosten etwas irritiert). Wie auch immer bei einem Investment von 20 Mio. Euro hätte man eigentlich mehr Ausdauer vermutet.
Auch wenn es im Nachhinein immer leicht zu sagen ist: Konzeptionell hatte ich von Anfang an etwas Bedenken. Ich glaube, dass Scoyo seine potenzielle Zielgruppe genau in den Haushalten findet, die sich für ihre Kinder nicht leisten können. Und die, die es sich leisten könnten, würde wahrscheinlich zu anderen Lehrmethoden greifen, da eLearning in Deutschland (zumindest in der Scoyo-Alterklasse) noch nicht etabliert ist.
Wenn jetzt ein neuer Investor gesucht wird (angeblich wird sogar schon verhandelt), kann dieser sich sicher über die initialen Aufwendungen (Marketing, Entwicklung der Lerneinheiten) freuen. Wenn die Umsätze aber tatsächlich nicht im Verhältnis stehen, wird es wohl oder übel personelle Einschnitte bei dem Hamburger Startup geben.
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Web 2.0
Der Webfuture Award von Hamburg@work prämiert dieses Jahr zum zweiten Mal innovative Konzepte und neue Projekte aus den Bereichen E-Commerce, Web 2.0 und Social Communities. Die zehn Finalisten für die diesjährige Ausgabe sind: Brokerz, elinckia.com, iDO World, Jupidi, mi es tu, Moodmixer, radio.de, Sherlock Homes, tredition und WirsindGolf.net.
Kleine Randnotiz: Als ich eben die URLs zu den Finalisten rausgesucht habe, habe ich jede der Websites für ca. 5-10 Sekunden erstmals gesehen - mein rein visuelles Webdesign-gefällt mir-auf-Anhieb-Siegel entfällt dabei spontan auf radio.de und WirsindGolf.de.
Zurück zum Award:
Um das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro zu gewinnen, müssen müssen diese zehn Finalisten jedes Jurymitglied einzeln am 19. November 2008 im sogenannten Business-Speed-Dating überzeugen. Zur Jury gehören unter anderem Dr. Thomas Schnieders (Direktor Neue Medien der Otto GmbH & Co. KG), Rüdiger Ditz (Chefredakteur von Spiegel Online) und Dr. Gottfried Neuhaus (Managing Partner der Neuhaus Partners GmbH).
Christian Till Roga, Niederlassungsleiter von IBM in Hamburg, nach der Vorauswahl:
Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Einreichungen vielfältiger und die Businesspläne überzeugender. Es sind wieder einige Ideen dabei, aus denen ein erfolgreiches Business werden kann.
Webfuture Awards: 10 Finalisten
Die zehn Finalisten des Webfuture Awards von Hamburg@work stehen fest. Die Entscheidung fällt im am 19. November 2008.
Web 2.0
Nach einem Bericht des Wall Street Journals plant Google offenbar den Start einer eigenen Venture Capital-Gruppe, um so den Einfluss in der Internet-Branche weiter zu erhöhen. Google hat dem Bericht zufolge bereits einen neuen Manager dafür angeheuert. Mit dieser Strategie würde Google anderen großen Konzernen wie Intel, Motorola, Disney und Amazon folgen, die bereits alle über eigene VC-Ableger verfügen.

Betrachtet man Googles Kapitalstärke sowie Googles Marktposition im Bereich Internet einerseits und Hamburgs Reputation als “Deutschlands Internet Start-up Hauptstadt” andererseits, dürfte es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis das erste von Google finanzierte Hamburger Start-up auftaucht.
Ob ein Investor wie Google dann zielführender ist als die Handvoll deutscher VC’s oder ein deutscher Corporate Investor wird sich dann zeigen. Ich möchte es bezweifeln.
Google goes Hamburg
Mit dem eigenem Venture Capital-Ableger folgt Google anderen großen Konzernen wie Intel, Motorola, Disney und Amazon.
Design & Style

Foto: Superbude, Hamburg
Die Jury des European Hotel Design Awards hat den Preis für das “Best Interior Design” dem Hotel Superbude in der Spaldingstraße verliehen. Ganz offensichtlich wurde damit der Humor, der Mut und die Kreativität der Macher belohnt. Hinter dem Konzept für die Superbude steckt Kai Hollmann, der Unternehmer des Jahres 2008.
Wie schon vorher berichtet, wurden in der Superbude Materialien und Dinge sinnentfremdet verarbeitet. Der Designer Armin Fischer ließ zum Beispiel Sofas mit Jeans beziehen, ließ Kisten aus Küchenschränken bauen und ließ aus alten Wasserröhren Regale und Tische herstellen. Der European Hotel Design Award wurde bei der Messe “The Sleep Event” in London vergeben.
Superbude gewinnt
“Best Interior Design”-Award des European Hotel Design Awards ging beim “The Sleep Event” an das Hotel & Hostal Superbude in Hamburg.
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